OA Dr. Alexis Freitas, F.E.B.S.
Facharzt für Allgemeinchirurgie
Europäischer Facharzt für Koloproktologie Belegarzt in der Wiener Privatklinik
Oberarzt im Krankenhaus Göttlicher Heiland
Profilfoto Dr. Alexis Freitas

Zwerchfellbruch, Refluxerkrankung

Wie bemerken Sie, dass Sie einen Zwerchfellbruch (Hiatushernie) und/oder Rückfluss (Reflux) von Magensaft haben? Sie können unter brennenden Schmerzen hinter dem Brustbein, dem so genannten Sodbrennen, Schmerzen im Oberbauch und (saurem) Aufstoßen leiden.

Wie wird ein Zwerchfellbruch mit oder ohne Reflux nachgewiesen? Zur optimalen Diagnostik gehören die sanfte Magenspiegelung (Gastroskopie) mit Entnahme von Gewebeproben (Biopsie), die Speiseröhrendiagnostik (Manometrie und Impedanz-pH-Metrie) und auch radiologische Verfahren (Schluckröntgen mit Kontrastmittel).

Können alle diese Untersuchungen in der Ordination durchgeführt werden? Ja, alle diese Untersuchungen werden von mir durchgeführt bzw. koordiniert.

Ist eine Operation immer notwendig? Nein. In Abhängigkeit von den erhobenen Befunden, treffe ich mit Ihnen gemeinsam die Entscheidung zum Versuch der Behandlung mittels Anpassung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten oder aber zur Operation mittels Knopflochtechnik (Laparoskopie, Fundoplikatio).

Was ist die Gefahr, wenn Magensäure in die Speiseröhre gelangt (gastrooesophagealer Reflux)? Die gastrooesophageale Reflexkrankheit (GERD) kann durch den wiederholten Kontakt der Speiseröhrenschleimhaut mit der Magensäure zu Veränderungen der Zellen in der unteren Speiseröhre führen. Dann entsteht ein sogenannter Barrett-Oesophagus (Barrett-Syndrom). Durch einen Barrett-Oesophagus ist das Risiko an einem Krebs der Speiseröhre zu erkranken   erhöht. Daher muss dieser engmaschig kontrolliert werden und ein weiterer Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre sollte unbedingt verhindert werden, sei es diätetisch oder, wenn nicht anders möglich, operativ.

Wie wird die Operation gemacht? Es gibt verschiedene Operationstechniken (die Operation nach Nissen-Rosetti, Operation nach Toupet, Plicator Fundoplikatio etc.). Je nach Befund entscheide ich mich mit Ihnen gemeinsam für die für sie richtige Methode. Wenn operiert wird, wird mittels 4, 3-5mm langen Schnitten mittels Bauchspiegelung gearbeitet (laparoskopische Fundoplikatio).  

Wie lange dauert die Operation? Für eine laparoskopische Fundoplikatio benötige ich 45-60 Minuten.

Was erwartet Sie nach der Operation? Unter Gabe von Schmerzmitteln, haben Sie postoperativ so gut wie keine Schmerzen. Sie dürfen am 2ten Tag nach der Operation nach Hause gehen. Sie haben 4, maximal 5mm lange Narben. Sie dürfen 4 Wochen nach der Operation nichts heben, das schwerer ist als 5kg. Nach der Operation sollten Sie die Nahrung gut kauen und auf mehrere kleinere Mahlzeiten aufteilen. Sie sollten in kleinen Schlucken trinken und nicht zu viel auf einmal trinken.

Bei richtiger Indikationsstellung sind die Ergebnisse der Operation sehr gut.